Steigerlied herunterladen

Das Steigerlied (auch Steigermarsch oder Glück auf, der Steiger kommt) ist ein deutsches Bergmanns- und Volkslied, welches aus dem sächsischen Erzgebirge stammt. Bei Studentenverbindungen, aber auch bei städtischen Veranstaltungen, wird gemäß einer in Clausthal-Zellerfeld entstandenen und heute weit verbreiteten Tradition das Steigerlied nach dem so genannten Mitternachtsschrei gesungen. Im Anschluss an das Steigerlied folgen die Fakultätsstrophen in der Reihenfolge Bergleute, Hüttenleute, andere Berufsgruppen. [7] Die eingängige Melodie des Steigerliedes wurde mehrfach für andere Lieder übernommen, so geschehen bei dem Trinklied Die Kreuzritter seins kreuzbrave Leut’ oder Geburtstag ist heute. 1997 schrieb der Liedermacher Gerhard Gundermann mit Michael Nass ein Lied (Wer hat ein helles Licht bei der Nacht), das auf dem Steigerlied basiert und dieses zum Teil auch zitiert. Außerdem singt Herbert Grönemeyer bei Konzertauftritten Teile des Steigerliedes als Einleitung zu seinem Lied Bochum. Das Steigerlied gilt als die „heimliche Nationalhymne“ des Saarlandes. Nachdem das Saarland 1920 für 15 Jahre als Saargebiet vom Deutschen Reich abgetrennt und unter die Verwaltung des Völkerbundes gestellt wurde, verfasste der Lehrer Hanns Maria Lux den Text „Deutsch ist die Saar“ auf die traditionelle Melodie. Besonders in der Phase vor der Volksabstimmung über den Wiedereintritt ins Deutsche Reich am 13. Januar 1935 erlangte diese Variante weite Verbreitung. [4] Nach dem Krieg verwendete Radio Saarbrücken (der spätere Saarländische Rundfunk) bis in die 1980er Jahre vier Takte des Steigerliedes (analog zur Textzeile „… und er hat sein helles Licht bei der Nacht…“), auf einem Horn (SR 1 und SR 3) oder Holzbläsern (SR 2) gespielt, als Senderkennung (Jingle bzw. Pausenzeichen).

[5] [6] Die Ursprünge des Steigerliedes reichen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Die dritte und die vierte Strophe erschienen in ähnlicher Form bereits als elfte und zwölfte Strophe in dem Lied Es soll ein Meidlein frü auf stan, das in dem 1531 in Zwickau erschienenen Liederbuch Bergreihen I enthalten war. [1] Der erste Beleg für das Steigerlied als solches findet sich in der Beschreibung einer Festveranstaltung, die 1678 in Schneeberg zu Ehren des sächsischen Kurfürsten Johann Georg II. abgehalten wurde. Diesem Bericht zufolge ließ „der Berg-Chor / bestehende aus dem Directore / 14 Adjuvanten / als 10 Bergleuten und 4 Schul-Knaben / samt 3 Cyther-Schlägern seine Berg-Reyhen erschallen und mit voller Stimme zu erst hören: Wach auff! wach auff! der Steiger kömmt“. [2] Als eigenständiges Werk wurde der Marsch mit der ursprünglichen Zeile „Wache auff, der Steyer kömmt“ zuerst in dem um 1700 im sächsischen Freiberg veröffentlichten Bergliederbüchlein abgedruckt. [3] Thema des Steigerliedes ist die Hoffnung der Bergleute, nach der harten und gefährlichen Arbeit im Bergwerk wieder ans Tageslicht und zu ihren Familien zurückzukehren.